Herbert Rauner, geboren 1959, lebt als Dichter in Augsburg.
Neben seiner Lyrik arbeitet er auch als Übersetzer. Seine Gedichte und Übersetzungen erscheinen bei ERV, so 1995 die Gedichte „Stummsamen“ und im Jahr 2000 die Gedichte „Blauwärts“. Als Übersetzer ist er hervorgetreten durch die Umschreibungen von Emily Dickinsons „The Ultimate of Talk“, die 2005 unter dem Titel „Das Sprechendste der Sprache“ erschienen sind. 2009 erschien die Übersetzung „Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet“ („Il y a quelqu’un qui a tué Ingeborg Bachmann“) von Hélène Cixous.
Rauners Gedichte kreisen wesentlich um die Themenkomplexe Sprache und mitmenschliche Beziehung. Das sprechende Ich findet dabei erst durch seine Sprache zu sich selbst. Im Sinne eines solipsistischen Zurückgeworfenseins auf die eigene Sprache erfährt der Sprecher den Anderen als ein in der Sprache getrenntes
und entferntes Du. Die Erfahrung, dass solche Aporie nicht durch Sprache zu überwinden ist, versuchen seine Gedichte darzustellen.
Bei uns erschienen 1998 der Gedichtzyklus „Fehl“(PH10), 2000 der Gedichtzyklus „Schimmelbogen“ (PH16), und 2002 die Liebesgedichte „Coram“ (PH20).